30.10.2009
Wahlkreis
CDU v.l.: Klaus-Peter Flosbach, Margit Ahus, Peter Biesenbach, Hendrik Wüst und Bodo Löttgen (Bild: Dörpinghaus)
Musiker und TurnerVon STEFAN CORSSEN, 30.10.09, Quelle: Kölnische Rundschau 2009
Am Vormittag war Bundeskanzlerin Angela Merkel wiedergewählt worden, am Abend stellte die CDU Oberberg Peter Biesenbach als Kandidaten für die Landtagswahl 2010 auf. Ganz einmütig waren beide Wahlen nicht.
LINDLAR. Am Vormittag war Bundeskanzlerin Angela Merkel wiedergewählt worden, am Abend stellte die CDU Oberberg Peter Biesenbach als Kandidaten für die Landtagswahl 2010 auf. Ganz einmütig waren beide Wahlen nicht. Angela Merkel fehlten neun Stimmen aus dem eigenen Lager, Biesenbach der seit zehn Jahren im
Düsseldorfer Landtag sitzt, kam auf 47 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Doch mit einer Zustimmung von über 90 Prozent dürfte Biesenbach als „Rechtsanwalt der Reserve“ nicht unzufrieden sein.
Zuvor hatte Oberbergs CDU-Vorsitzender Klaus-Peter Flosbach die Delegierten aus Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth, Lindlar, Marienheide und Gummersbach in einer kämpferischen Rede auf die Landtagswahl 2010 eingestimmt. „Es gibt nur noch eine Volkspartei in Deutschland, und das ist die CDU“, rief er. Die SPD sei
dagegen „kraftlos“. Manfred Kümper hieß als stellvertretender Bürgermeister seine Parteifreunde in Lindlar willkommen.
Eine originelle Lobesrede auf Biesenbach hielt Hendrik Wüst, der Generalsekretär der NRW-CDU: „Er ist ein großartiger Musiker, der als Geschäftsführer der CDU-Fraktion den munteren Chor der 89
CDU-Landtagsabgeordneten einfühlsam dirigiert, und ein großer Turner, der den Spagat zwischen kommunaler Verantwortung und Regierungsauftrag glänzend meistert.“
„So hat mich noch nie jemand vorgestellt“, freute sich der Kandidat, der anschließend die aus seiner Sicht wichtigsten Erfolge in NRW und Oberberg Revue passieren ließ. In fünf Jahren habe die neue Regierung mehr als 100 Millionen Euro in Oberberg investiert und mit der Regionaldirektion Forsten und der Regionalverwaltung des Landesbetriebs Straßen zwei neue Behörden in Oberberg angesiedelt. Biesenbach: „In Radevormwald konnten wir das Krankenhaus erhalten, Hückeswagen erhält die Ortsumgehung, in Wipperfürth sollen die Arbeiten an der Nordtangente noch vor der Wahl 2010 beginnen.“ Lindlar sei schon immer so gut, es
brauche gar keine Unterstützung. Der Umbau des Steinmüller-Geländes in Gummersbach werde mit über 20 Millionen Euro gefördert, Sorgenkind sei lediglich Marienheide - „dort muss bei den kommunalen Finanzen etwas geschehen“, so Biesenbach. Sein Fazit: „Ich möchte gerne weitermachen.“
http://www.rundschau-online.de/jkr/artikel.jsp?id=1246895332222
Alle Rechte vorbehalten. © 2009 Kölnische Rundschau