28.01.2010
Wahlkreis
Wirtschaftsministerin Christa Thoben war bei Frank Ferchau (2.v.r.) zu Gast, Bürgermeister Frank Helmenstein (r.) und Peter Biesenbach (l.) nahmen ebenfalls an dem Gedankenaustausch teil. (Bild: Björn Loos)
Gummersbach – NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben besuchte die Ferchau Engineering GmbH - Bau des neuen Stammsitzes auf dem Steinmüllergelände soll im April beginnen.
Das Gummersbacher Unternehmen Ferchau Engineering ist einer der größten Arbeitgeber der Region und bekennt sich mit dem Bau eines neuen Hauptsitzes auf dem Steinmüllergelände zu seinem Heimatstandort. Gründe dafür, dass sich NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben auf Einladung von Frank Ferchau heute selbst ein Bild über den Betrieb machen wollte und sich mit dem Firmenchef sowie Bürgermeister Frank Helmenstein und dem
Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach zu einem Gedankenaustausch traf. Und die Ministerin war durchaus beeindruckt, was in der Kreisstadt auf die Beine gestellt wurde. Mehr als 3.600 Ingenieure, Techniker und technische Zeichner in über 50 Niederlassungen sowie 60 Technischen Büros sind bei Ferchau beschäftigt.
Nordrhein-Westfalen sei zwar ein industriell geprägtes Bundesland, „aber es ist immer wichtig, dass bei produktionsnahen Dienstleistungen mitgedacht wird“, so Thoben. Die Ferchau-Mitarbeiter decken vom Maschinenbau bis zur Fahrzeugbausparte sämtliche Branchen ab. Somit trage man sehr stark zur Flexibilität anderer bei. „Das sind Formen der Beschäftigung, die man nicht überall findet“, lobte Thoben. Die Ferchau-Idee, Ingenieur-Dienstleistungen flächendeckend und in vielen Branchen anzubieten, dokumentiere, dass es „über das Land verteilt pfiffige und gute Leute gibt.“
Biesenbach nahm diese Anmerkung auf: „Ferchau zeigt, dass Unternehmen, wenn es um logistische Leistungen geht, nicht unbedingt in den Ballungsräumen, sondern auch in der Peripherie sitzen können. Der Kreis, der am Rande der Großräume liegt, kann mit solchen Unternehmen punkten.“
Bei allen positiven Worten: Die Wirtschaftskrise hat auch Ferchau nicht verschont. „Wir konnten uns von der allgemeinen Entwicklung nicht abkoppeln“, räumte Ferchau ein. „Wir mussten aber keine strukturellen Anpassungen vornehmen und stehen sogar besser da als noch vor einem Jahr.“ Trotz der Delle, die auch der Ferchau durchlaufen musste, gehen die Planungen für den Neubau neben der Fachhochschule, mit der das Unternehmen eng kooperiert, nun in die heiße Phase. Wie der Geschäftsführer verriet, soll es - wenn das Wetter mitspielt - im April endlich losgehen, nachdem die Umsetzung des Projekts im vergangenen Jahr verschoben werden musste. Die Fertigstellung ist für Herbst 2011 geplant.
Helmenstein zeigte sich von dieser Nachricht angenehm überrascht und sagte: „Ich bin froh, dass Ferchau dieses Bekenntnis zur Region gibt.“ Für Thoben gab es zum Abschluss ihres Besuchs übrigens auch noch ein Schmankerl: Ferchau überreichte ihr ein gerahmtes und von den Handball-Profis signiertes Trikot des VfL Gummersbach.
Quelle: www.oberberg-aktuell.de, Text und Bilder Björn Loos
Ministerin lobt die "Ferchau-Idee" – Firmen-Neubau wird bald Wirklichkeit
Beitrag als PDF zum Downloaden.