03.03.2010
Wahlkreis
Andere Städte schickten ihre Bewerbung per Post, Bürgermeister Uwe Ufer (l.) ließ es sich kurz vor Weihnachten nicht nehmen, die Unterlagen persönlich zu übergeben. Peter Biesenbach (r.) hatte den Termin mit Ministerpräsident Rüttgers im Landtag arrangiert. "Ganz schön mutig!", kommentierte Rüttgers damals. Foto: Presseamt Landtag NRW (Archiv)
Kommentar (RP) von BRIGITTE NEUSCHÄFER
Die oberbergischen Landtagsabgeordneten werden dazu gewählt, die Interessen des gesamten Kreises und seiner Menschen in Düsseldorf zu vertreten. Das schließt nicht aus, dass sie sich besonders "reinhängen", wenn es um Interessen der Stadt geht, in der sie selbst leben. Hückeswagen ist in der glücklichen Lage, mit
Peter Biesenbach quasi einen eigenen Landtagsabgeordneten zu haben, einen mit enger Bindung an die Stadt, in der er geboren wurde, aufwuchs und zu Hause ist.
Auch politische Gegner müssen ihm zugestehen, sich immer für Hückeswagen eingesetzt zu haben, wenn die Stadt einen Fürsprecher auf Landesebene brauchte (erfreulicherweise auch in Jahren ohne Wahlkampf). Dass
Biesenbach als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion nie ein Hinterbänkler war, kommt als Pluspunkt für seine Heimatstadt hinzu. Sein Wort zählt in der stärksten Landtagsfraktion. Auch bei der Bewerbung um den NRW-Tag hat er an wichtigen Stellen innerhalb der Landesregierung für Hückeswagen geredet.
"Mein Job als Abgeordneter der Oberberger ist es, stellvertretend für sie Gespräche zu führen", sagte
Biesenbach vor zehn Jahren, als er erstmals in den Landtag gewählt wurde. Er hat Wort gehalten. Die Oberberger jenseits von Hückeswagen müssen deshalb nicht neidisch sein: Der NRW-Tag hat Strahlkraft weit über die Stadt hinaus. Davon profitiert ganz Oberberg. Sicher ist: Es muss klappen. Die Bewerbung war nur ein erster Schritt. Jetzt stehen die "Macher" im Rathaus unter Erfolgszwang.
QUELLE: BRIGITTE NEUSCHÄFER 03.03.2010 © RP Online GmbH 1995 - 2010
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